MWM058 - 分58 Die Frau im Roten Kleid

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avatar Monika 'Nahlinse' Andrae

Matrix Minute 58 mit Monika ‚Nahlinse‘ Andrae. Die Frau im roten Kleid fällt besonders auf. Dezent weniger als das Kleid fallen die Zwillinge und Drillinge auf, die in dieser Szene zuhauf vorkommen. Was, wenn Neo auf Männer stehen würde oder die Auserwählte eine Frau gewesen wäre? Frauen und Männer sind ein schwieriges Thema.

Monikas Fiberthermometer. 

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3 Gedanken zu „MWM058 - 分58 Die Frau im Roten Kleid“

  1. Wie immer eine nette Folge, mit einer Ausnahme:

    “Auf dem Land (nicht in Hamburg, in der Fläche) da gibts halt überall Männer die alles entscheiden… Menschen, die das Bild haben dass der Mann arbeitet und die Frau zu Hause sitzt.”

    Au weia, wo sind wir denn hier gelandet?
    Ich wohne “auf dem Land” und hier gibt es sicherlich genauso viele Menschen, die überhaupt keine Probleme mit der Gleichberechtigung haben. Was für ein Vorurteilschwangeres Zeug kommt denn da aus dem Podcast gefallen? Ich werte den Spruch mal als kurzen Anfall einer heavy burtation.
    Bitte ein paar Sekunden nachdenken, bevor man so was von sich gibt.

    Ach ja, und “Nur Männer in schlecht sitzenden Anzügen” bedient sich leider auch der Sprachweise, die wir alle zu Recht bei der burteilung von Frauen in der Öffentlichkeit so kritisieren, deren Äußeres leider viel zu oft betrachtet wird, anstatt sich ums Thema zu kümmern.

    Ich habe über den Kung Fu Porn herzlich gelacht und auch sonst macht der Podcast viel Spaß, bitte macht das nicht durch solch plattes wohnortorientiertes Menschengruppenbashing kaputt.

    1. Hallo Joerg,

      lass mich kurz zu Anfang etwas klarstellen: ich will und wollte niemanden beleidigen. Diese Aussage meinerseits hat vermutlich ähnliche Hintergründe wie deine: Erfahrung.
      Ich mag damit völlig Unrecht haben, dass Menschen, die ein striktes patriarschisches Geschlechterdenken an den Tag legen, großteilig Landbevölkerung sind. Sicher ist Auf-dem-Land-Wohnen nicht die Ursache dafür. Dafür gibt es viel zu viele Variablen wie zum Beispiel Bildungsstand, äußere Einflüsse und Vorbilder, als dass ich das an einem einzelnen Element festmachen könnte. Ich denke, der Erfahrungshorizont und die Normalität verschiedener Lebensphilosophien dürfte das sein, was da am meisten prägt.
      Wer in einer liberalen Umgebung aufwächst, hat Schwierigkeiten, in seinem Denken bestimmte, auf mich altertümlich wirkende Sozial-Muster zu entwickeln, weil die Realität diese Ideen alle frühzeitig widerlegt.

      Dennoch gibt es Werbung, die ein Großteil der liberal denkenden Menschen wie du und ich als sexistisch ansehen, weil sie bei einem offensichtlich anderen Großteil der Bevölkerung wirkt. Diese Zielgruppe gibt es leider, und sie ist offenbar groß. Ich kenne nicht wenige Menschen, die patriarchisch leben und der Meinung sind, dass das völlig in Ordnung sei. Ich zitiere: „Den Kuchen, um den wir gewettet haben, backt natürlich meine Frau. Ich hab nicht geheiratet, um selber zu backen.“ Da fallen mir beim Hören jedesmal die Ohren ab, aber ihre Welt sieht anders aus als meine. Und für diese Menschen ist die Werbung mit dem Mann mit dem Bohrer im Baumarkt, der seine Frau retten muss, die ein Regal nicht an die Wand bringen kann. Ich finde das furchtbar.

      Diese Menschen, die ich kenne, die so denken, wohnen schlicht auf dem Land. Das ist weder hinreichend noch notwendiges Kriterium, sondern mein Versuch, die Masse der Menschen in Deutschland zu erklären, die so denken. Irgendwo müssen die ja wohnen, und ich treffe in Großstädten selten Menschen mit diesem Weltbild.

      Als Mensch, der auf dem „Land“ in Buxtehude aufgewachsen ist und dort patriarchische Ansichten gefunden hat, der als Student der Theologie in der hannoverschen Landeskirche einst mit offenem Mund einen Brief von acht niedersächsischen Bischöfen las, in dem sie darauf plädierten, keine homosexuellen Pastoren zuzulassen, weil das nicht in der Bibel stünde, als Mensch, der stets versucht, die Welt* zu verbessern und dem nichts über Fakten und Wissenschaft geht, lasse ich mich gern belehren, wenn ich falsch liege und es Beweise gibt.

      *Die Welt verbessern ist leider ein weiterer Punkt, der schwierig ist. Star Trek hat das mit seiner obersten Direktive ganz gut zusammengefasst: kein Einfluss auf Völker ausüben, die noch nicht so weit entwickelt sind wie die Föderation. Will heißen: es ist niemandem geholfen, wenn ich nun zum Wett-Mann und seiner Frau gehe und sie umzukrempeln versuche. Ihre Welt funktioniert für sie, und nun einen Kreuzzug zu führen, um meine Meinung durchzusetzen, ist falsch. Lass die Leute sich selbst entwickeln. Wenn sie das zu Lebzeiten nicht mehr schaffen, dann vielleicht ihre Nachfahren. Mit gutem Beispiel plakativ voran, Sexistische Werbung anzeigen, ein Leben führen, bei dem ich weniger verdiene als meine Frau und mich daher mehr um meine Kinder kümmere. Viel mehr non-invasive Möglichkeiten hab ich nicht.

      Das war vielleicht etwas abschweifend.

      Gruß, Arne

      1. Ich hätte das Casting von Mehrlingen durchaus auch als Hinweis darauf gedeutet, daß sie nicht über die Ressourcen verfügen in dem Konstrukt beliebige komplexe Szenen abzubilden. Da scheint es naheliegend Objekte mehrfach zu verwenden.

        Das Format ist übrigens klasse auch wenn es sehr extrem ist und das Nerdlevel spielend über 9000 treibt.

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