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Episode

Neo blutet, Trinity schaut ihn an | 分56 – The Matrix | MWM056

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Wir besprechen Minute 56 von The Matrix mit Gast Monika „Nahlinse“ Andrae, diesmal ohne Bastian. Moni erzählt von ihrer Arbeit in der Online-Kommunikation, ihren Fotopodcasts Monis Motivklingel und Absolut Analog und ihrem ersten Kinobesuch 1999. Neo kommt mit Blut im Mund aus dem Konstrukt zurück, und für Moni sind Gefühle eine eigene Wahrheit. Sie liest den Film außerdem als Gleichnis für den Weg der Wachowski-Schwestern. Dazu sprechen wir über Geist über Körper, drehende Dinge als Rad der Zeit, Matrix-Grün gegen Echtwelt-Blau und Trinity, die den schlafenden Neo betrachtet. Am Ende verabschieden wir uns von Moni.

  1. 00:00Begrüßung und Vorstellung von Monika „Nahlinse“ Andrae
  2. 03:34Erstes Sehen 1999, Deutsch gegen Englisch und freier Wille
  3. 05:55Kinotrailer statt Marketing, Studium und Abschlussjahr
  4. 07:51Kühle Farben und Code-Kette im Kopf
  5. 08:50Cypher sucht Trinitys Bestätigung, Orakel und Anschlussfehler
  6. 11:40Neo findet Blut im Mund, Blut als Wahrheit und Spielregeln der Matrix
  7. 13:52Gefühle als eigene Wahrheit
  8. 15:21Matrix als Gleichnis für den Weg der Wachowski-Schwestern
  9. 19:08Mind over Matter, Nerds und Neo als Auserwählter
  10. 22:20Drehende Dinge als Rad der Zeit und Steampunk-Kontrast
  11. 24:46Grün, Blau und Warmtöne nur bei Menschen
  12. 26:34Nahe Einstellungen, Intimität und Trinitys Tablett
  13. 28:48Trinity betrachtet den schlafenden Neo
  14. 31:29Blaues Metall, letzte Wärme und Farbtemperatur
  15. 33:51Trinity bleibt auf der Schwelle, Abschied von Moni

https://compendion.net/minutenweisematrix/
Monis Motivklingel
Fiberthermometer

Alter Titel: MWM056 – 分56 Trinity guckt Neo

Originale Shownotes Matrix Minute 56 mit Monika ‚Nahlinse‘ Andrae. Sie ist bekannt aus ‚Absolut Analog‘, ‚Monis Motivklingel‘ und dem ‚Fiberthermometer‘. Wir gehen erneut auf die Wahrheit und die Realität ein, als Neo aus dem Konstrukt mit Blut im Mund zurückkommt. Mit Moni betrachten wir auch den Weg der Transition der Wachowsky-Geschwister, die beide zunächst Brüder waren und nun Schwestern sind. Trinity beobachtet Neo beim Schlafen und überlegt sich, ob Neo wohl der Eine sein könnte. Mehr Infos, auch zu Unterstützungsmöglichkeiten, findet ihr bei https://compendion.net.
5 Kommentare

5 Kommentare

  1. Einem Punkt muss ich tatsächlich widersprechen und zwar der Aussage, dass Trinity sich nicht über die Prophezeiung des Orakels ausgetauscht hat.
    Mindestens Cypher weiß davon. Dies wird klar, wenn er später ein paar Stecker zieht und Trinity die eine Frage stellt. Zugegeben wird nicht verraten, ob er nur gelauscht hat, oder ob sie mit ihm aktiv darüber geredet hat. Von ihrer Reaktion würde ich aber eher auf Letzteres tippen.
    Das wirft zwei Fragen auf:
    1) Warum hat sie ihre Prophezeiung überhaupt verraten? Selbst wenn ihre Beziehung zu Cypher sehr viel besser war, hätte ihr doch klar sein müssen, dass sie spätestens ab diesem Zeitpunkt als lokaler Auserwählten-Detektor verwendet wird.
    „Los Trin, sag schon, spürst du was? Rast dein Herz? Ist er’s?“
    2) Glaubt Cypher an die Prophezeiung und das Orakel? Wenn er den Glauben vollends daran verloren hätte, dann hätte er Trinity später vermutlich gar nicht danach gefragt. Falls aber ja, musste ihm doch klar gewesen sein, dass er bei ihr nie eine Chance gehabt hätte. Gut vielleicht erklärt letzteres ein wenig auch seine Motivation.

    1. Kann ich so nicht nachvollziehen. In der Steckerszene fragt er eher allgemein, ob Trinity an die Prophezeiung von Morpheus glaubt. Das sie Gefühle für Neo hat weiß Cypher nur dadurch, dass er sie beobachtet, während sie Neo beobachtet. Dass das was mit ihrer Prophezeiung zu tun hat muss er dafür nicht wissen.

      1. Das war nicht die Frage, die ich meinte. Er fragt danach noch sowas wie „Trinity, ist er’s? Ja oder nein?“ (engl.: „Trinity: Is it him? Yes or no?“). Die Frage ist in dem Moment kein „Glaubst du an den Kram den Morpheus erzählt hat?“ sondern eher ein „Hast du Gefühle für ihn (und bestätigst damit deine Prophezeihung des Orakels)?“. Morpheus ist in dem Moment vollkommen aus der Gleichung raus.
        Das sieht man auch an der Antwort von Trinity, insbesondere in der Bildsprache in dem Moment.
        Ich habe auch das Gefühl, dass der entsetzte Schrei als Reaktion von Cypher auf der gleichen Gefühlsschiene schwebt.

        1. Ich habe jetzt doch noch mal die DVD eingeworfen. Die Stelle lautet „Sieh in seine Augen, seine großen, wunderschönen Augen… und sag mir: Ja oder nein“/ „Look into his eyes. His big, pretty eyes and tell me: Yes or No.“

  2. Cypher ist nicht eifersüchtig auf Neo, sondern auf Trinity. Im Laufe des Films wird es an einigen Stellen noch deutlich: Cypher ist als schwule Figur angelegt. Nimmt man das als Gegeben an, werden eine Stellen im Film viel klarer und Cypher verliert das „diablolische“ und bekommt ein Motiv (legt man noch dazu das Rollenbild der Neunziger Jahre von Homosexuellen zu Grunde). Als ich den Film mit 16 die ersten Male gesehen habe, habe ich die leichte „Tuntigkeit“ von Cypher sehr genossen und fand es eine starke Rolle.

    “Sieh in seine Augen, seine großen, wunderschönen Augen… “ und dabei die Türe fast streicheln. Wie geht es deutlicher? LG DANNY

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