Episode
WGJC054 The Abyss – Teil 16
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In dieser Folge sprechen wir über die Fortsetzung der Handlung in *The Abyss* und beginnen mit einigen Rückmeldungen aus der Hörerschaft. Wir verweisen auf Hinweise zu früheren Folgen, auf verlinkte Interviews und auf Kommentare zur neuen Webseite und ihren Funktionen. Danach besprechen wir die lange Unterwasserszene, in der Bud Lindsay zur Station bringt. Wir heben hervor, wie beklemmend die Szene inszeniert ist: die dunkle Umgebung, das fehlende Licht, die körperliche Anstrengung und die Tatsache, dass Lindsay ohne eigenen Sauerstoff auskommen muss. Auch der Ton mit dem metallischen Klopfen und der zurückhaltenden Musik wird als wichtiger Teil der Spannung beschrieben. Im Mittelpunkt steht anschließend die Wiederbelebung im Moonpool. Wir gehen Schritt für Schritt durch die medizinischen Maßnahmen, das Absaugen, die Herzdruckmassage und den Einsatz des Defibrillators. Dabei sprechen wir auch darüber, dass Buds Verzweiflung immer weiter zunimmt, während die anderen allmählich akzeptieren, dass Lindsay nicht zurückkommt. Besonders kritisch betrachten wir die Art, wie Bud in der Szene reagiert, als er Lindsay anschreit, schüttelt und ohrfeigt. Wir finden, dass die Szene ihre Verzweiflung auch ohne diese Gewalt hätte zeigen können und dass die Darstellung heute problematisch wirkt. Trotzdem ordnen wir ein, dass der Film damit stark auf die emotionale Bindung zwischen den beiden setzt. Im Anschluss springen wir zu Buds Vorbereitung für den Tauchgang. Wir sprechen über den speziellen Anzug, die Kontaktlinse, die Atemtechnik mit der Flüssigkeit im Helm und den kleinen Computer am Arm, mit dem er später kommunizieren soll. Schließlich macht sich Bud auf den Weg in die Tiefe, um den Sprengkopf zu verfolgen, während wir die nächste Folge ankündigen.

Als Höhrerin:
Ich weiß nicht, inwieweit ich inzwischen aus meiner damaligen Sozialisierung hinausgewachsen bin. Aber prinzipiell finde ich, dass Menschen in emotional angespannten Situationen eine geringere Impulskontrolle haben und vor dem Hintergrund wäre ich wohl immer eher versöhnlich, wenn man versucht auch mit Schlägen jemanden wiederzubeleben, egal wer weiblich/männlich ist. Denke gerade an ein Video von einem Zebra, das ein frisch gebohrenes Fohlen, das wohl nicht atmete, sehr brutal durch die Luft schleuderte und es dann tatsächlich zu atmen begann und lebte.
Was Zärtlichkeit während der Bewusstlosigkeit anbelangt… Das ist auf jeden Fall übergriffig. Allerdings weiß ich da auch nicht, wie ich das damals gesehen habe, als ich den Film angeschaut hatte… Ich glaube, ich wollte schon, dass die Jungs den ersten Schritt machen, weil ich schüchtern war, aber ich bin damals davon ausgegangen, dass sie auch immer ein Nein akzeptieren würden (Florian hat da seine Zweifel). Rückblickend glaube ich jedoch, dass ich einfach nur immer Glück gehabt hatte, nie an wirklich gewaltbereite Typen geraten zu sein.